MARUŠA BREZAVŠČEK

Maruša Brezavšček (1995, Slowenien) ist Blockflötistin und auf Alte und Zeitgenössische Musik spezialisiert. Ausserdem spielt sie auch Barockfagott und dessen Vorgänger, den Dulzian.

 

Als Musikerin gewann sie bei Wettbewerben für Blockflöte zahlreiche erste Preise, wie beispielsweise den doppelten ersten Preis beim TARF 3 (Tel Aviv Recorder Competition) in Tel Aviv 2020 in den zwei Kategorien Solisten (18-26 Jahre alt) und Beste Interpretation eines israelischen Werkes. Einen weiteren ersten Preis erspielte sie sich beim Wettbewerb ERPS (European Recorder Players Society) in Graz 2016, wo sie aufgrund ihrer ausgezeichneten Interpretation des Pflichtstücks, das für diese Gelegenheit komponiert wurde, für dessen offizielle Premiere ausgewählt wurde. Als Solistin erhielt sie in den Jahren 2007 und 2010 den ersten Preis beim slowenischen Wettbewerb TEMSIG und wurde 2012 Finalistin beim internationalen Wettbewerb für Blasinstrumente EMONA. Sie erwarb ein Stipendium der Stadt Ljubljana und des slowenischen Ministerium für Kultur. Im September 2021 gewann sie die Auszeichnung Iwan Werner für ihren solistischen Auftritt mit dem Barockorchester Musica Cubicularis beim Festival Varaždinske barokne većeri. Sie erwarb Stipendien vom slowenischen Kulturministerium, Fundacija Viktorija, der Stadt Ljubljana und der Styftung Lyra.

Maruša schloss den „Master of Arts in Musikpädagogik“ an der Schola Cantorum Basiliensis mit Auszeichnung ab, wo sie Blockflöte bei Han Tol und Barockfagott bei Donna Agrell belegte. Auch mit Auszeichnung beendete Maruša ihren Bachelor an der Universität Mozarteum Salzburg, wo sie bei der Solistin Dorothee Oberlinger studierte, sowie als Erasmus-Studentin bei Pedro L. Memelsdorff an der Escuela Superior de Musica de Catalunya (ESMUC) in Barcelona. Von 2016 bis 2018 spezialisierte sie sich zusätzlich bei Antonio Politano am Conservatorio Luca Marenzio in Brescia auf das zeitgenössische Repertoire. Seit 2021 absolviert sie an der Schola Cantorum Basiliensis den „Master of Arts in spezialisierter musikalischer Performance“. In Blockflöte wird sie von Andreas Böhlen unterrichtet und in historischem Fagott von Carles Cristóbal. Sie belegte zahlreiche Meisterkursen bei Musikern wie Kees Boeke, Walter van Hauwe, Michael Form, Carsten Eckert, Matthias Weilenmann, Peter Holtslag und anderen, wie auch beim Blockflötenconsort Seldom Sene. 

 

Regelmässig konzertiert Maruša als Solistin und in verschiedenen Ensemblebesetzungen. Sie trat mehrmals als Solistin mit Barockorchestern auf, u.a. mit den Ensembles Capricornus Consort Basel und Musica Cubicularis, mit dem Kammerensemble des slowenischen Nationalorchesters Slovenska Filharmonija, mit dem Barockorchester der Universität Mozarteum sowie mit Memento Vivere.

 

Maruša absolvierte zahlreiche Auftritte, u.a. beim Silberabonnement des Cankarjev Dom, bei der Konzertreihe Sozvočje svetov und dem Imago Sloveniae Festival, die alle drei in Ljubljana stattfanden, dem Scelsi Festival Basel, Tel Aviv Recorder Festival, Tartini Festival in Koper, dem Barockfest in Salzburg, sowie den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Sie führte Uraufführungen im Rahmen des Scelsi Festivals in Basel, des Konzertzyklus Koncertni Atelje, des 30. Jubiläums des slowenischen Vereins für Neue Musik Muzina mit dem Ensemble Duo Decima und mit Antonio Politano bei Konzerten für das 90. Jubiläum des slowenischen Komponisten Jakob Jež auf. 

Sie gründete Ensembles Duo Decima und Ensemble Bastion, ausserdem arbeitet sie auch mit dem Ensemble Bryggian zusammen, dass regelmässig Unterricht von Prof. Sergio Azzolini erhält.

Maruša nahm Werke für die slowenische Rundfunkanstalt RTV auf und gab Uraufführungen von Stücken renommierter slowenischer Komponisten.